Genesis 27,30-41

Eigene Übersetzung  

  1. Und es geschah, als Isaak geendet hatte, Isaak zu segnen, da geschah es, als Jakob gerade von vor seinem Vater Isaak herausgezogen ist, da kam Esau, sein Bruder, von seiner Jagd.
  2. Und auch er machte einen Leckerbissen und kam zu seinem Vater und sprach zu seinem Vater: Steh auf, mein Vater, und iss von der Jagdbeute deines Sohnes, damit deine Seele mich segnet!
  3. Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Wer bist du? Und er sprach: Ich bin dein Sohn, dein Erstgeborener, Esau.
  4. Da erzitterte Isaak mit sehr großen Schrecken und er sprach: Wer war dann der, der Jagdbeute gejagt und mir gebracht hat und ich von allem gegessen habe, bevor du gekommen bist, und ich habe ihn gesegnet und er wird auch gesegnet sein.
  5. Als Esau die Worte seines Vaters hörte, da schrie er sehr lautes und bitteres Geschrei und sprach zu seinem Vater: Segne auch mich, mein Vater!
  6. Und er sprach: Dein Bruder ist in Betrug gekommen und hat deinen Segen genommen.
  7. Und er sprach: Deswegen ist sein Name auch Jakob, den hintergangen hat dieser mich zum zweiten Mal. Mein Erstgeburtsrecht hat er genommen und siehe nun, hat er auch meinen Segen genommen, und er sprach: Hast du keinen Segen für mich zurückgehalten?
  8. Und Isaak antwortete dem Esau: Siehe, zum Gebieter habe ich ihn über dich gestellt und alle seine Brüder habe ich ihm zu Dienern gegeben und Korn und Most habe ich ihm aufgelegt, deshalb, was kann ich noch für dich tun, mein Sohn?
  9. Und Esau sprach zu seinem Vater: Hast du nur einen Segen, mein Vater? Segne auch mich, mein Vater! Und Esau erhob seine Stimme und weinte.
  10. Und Isaak, sein Vater, antwortete und sprach: Siehe, fern vom Fett der Erde sei dein Wohnsitz und vom Tau des Himmels oben.
  11. Von deinem Schwert wirst du leben und deinem Bruder dienen. Doch es wird geschehen, wenn du frei umherziehst, dann wirst du dein Joch von seinem Hals wegreißen.

Gedanken zum Text

Ansonsten scheint Esau eher wie ein harter Mann, hier aber wird er ganz weich, schreit und weint bitterlich. Auch wenn ihm sein Erstgeburtsrecht als er hungrig war nicht viel bedeutete, scheint ihm der Verlust des Segens bitter getroffen zu haben.
Die Wurzel für Jakob und hintergehen (Vers 37) ist identisch, solche Wortspiele finden wir relativ häufig im Alten Testament.
Vers 40 ist das Wort, das ich mit „frei umherziehen“ übersetzt habe, nicht ganz klar. Es bringt wohl das Bild einer Herde, die Gras niedertrampelt, während sie frei durch die Gegend zieht, andere verstehen es aber auch als sich losmachen oder sich unterwerfen.

Fragen zum Text

  • Wieso wird Esau so emotional bei dem Segen, wenn ihm das Erstgeburtsrecht so wenig bedeutete?
  • Warum hatte Isaak nur einen Segen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert