Genesis 31,17-25
Eigene Übersetzung
- Und Jakob stand auf und hob seine Söhne und seine Frauen auf Kamele.
- Und er trieb seine ganze Herde und seinen ganzen Besitz, welchen er erworben hat in Paddan-Aram um zu Isaak seinem Vater nach Kanaan zu kommen.
- Laben aber war gegangen um seine Schafe zu scheren und Rahel stahl den Hausgötzen, der ihrem Vater gehörte.
- Und Jakob stahl das Herz Jakobs des Aramäers ohne ihm etwas zu erzählen, denn er floh von ihm.
- Und er floh und alles was ihm gehörte und er stand auf und überquerte den Fluss und und richtete sein Gesicht auf das Gebirge Gilead.
- Und es wurde Laban am dritten Tag berichtet, das Jakob geflohen war.
- Und er nahm seine Brüder mit ihm und verfolgte ihn einen Weg von sieben Tagen und er erreichte ihn am Bergland Gilead.
- Und Gott kam zu Laban dem Aramäer im Traum der Nacht und sprach zu ihm: Bewahre dich, dass du zu Jakob weder Gutes noch Schlechtes sprichst.
- Und Laben erreichte den Jakob und Jakob hatte sein Zelt auf dem Berg aufgeschlagen und Laban schlug es mit seinen Brüdern auf dem Gebirge Gilead auf.
Gedanken zum Text
Hier wird deutlich, dass zwischen Laban und Jakob eine beträchtliche Spannung herrschte. Jakob entschied sich zu fliehen one seinem Schwiegervater etwas davon zu sagen, welcher es wieder für notwendig hilt, seine Brüder mitzunehmen, um Jakob zu verfolgen.
Rahels Diebstahl der Hausgötzen deutet darauf hin, dass der Monotheismus möglicherweise noch nicht vollständig praktiziert wurde. Obwohl Jakob an einen einzigen Gott glaubte, den Gott Abrahams und Isaaks, gelang es ihm nicht, den Monotheismus vollständig in seiner Familie zu etablieren.
Es stellt sich die Frage, warum Jakob zu der Familie seiner Mutter reisen sollte, um eine Frau zu finden, wenn diese doch auch im Götzendienst verwickelt war. Möglicherweise war es eine persönliche, leicht rassistische Entscheidung der Patriarchen und nicht von Gott inspiriert. Alternativ könnten die Bräuche der Kanaaniter als noch schlimmer angesehen worden sein als der Götzendienst der Aramäer.
Vers 20 habe ich ziemlich wörtlich übersetzt. Im Hebräischen bedeutet „das Herz stehen“ jemanden zu täuschen.
Gottes Warnung an Laban, Jakob nichts Gutes zu sagen, wirft Fragen auf. Es ist verständlicher, dass Gott Laban davor warnt, Jakob etwas Böses zu sagen. Vielleicht bezieht sich das „Gute“ auf Schmeicheleien oder Überredungen, die Jakob zurückbringen sollen.
Fragen zum Text:
- Warum glaubst du, dass Rahel auch nach Jahren mit Jakob Götzen noch so wichtig waren?
- Was hältst du für die beste Erklärung, warum Jakob sich keine Kanaaniterin nehmen sollte?
- Ist es angemessen, die Frage zu stellen, ob Isaak vielleicht rassistisch war, oder ist das für einen Mann Gottes undenkbar?
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